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KACE Concepts GmbH

Ratgeber · Rückbau

Bauschutt-Container in Stuttgart: Größen, was hinein darf, Preise, Annahmestellen

Welcher Container für welchen Bauschutt, was hinein darf und was nicht, Größen 3–40 m³, Pauschal- oder Tonnagepreis und Annahmestellen in Stuttgart.

Veröffentlicht 25. April 2026Aktualisiert 24. August 2026~ 8 min LesezeitRückbauAutor: Ensar AsciGeschäftsführer Operativ — Sachkunde-Träger TRGS 519 / 521

Kurzfassung

Welcher Container für welchen Bauschutt? Container von 3 bis 40 m³ stehen in Stuttgart zur Wahl, befüllt wird nach Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV) sortenrein getrennt, abgerechnet wird pauschal oder per Tonnage. Richtwert für sauberen Bauschutt: 60–120 €/Tonne. Mischbau, Asbest und KMF sind deutlich teurer. KACE Concepts übernimmt Trennung, Container-Logistik und Verwertungsnachweis.

Welche Bauschutt-Typen gibt es und was kostet die Entsorgung?

Bauschutt ist nicht gleich Bauschutt. Wer in Stuttgart einen Container bestellt, muss vorher wissen, was hineinkommt — denn die Annahmestelle entscheidet anhand der Reinheit über den Tonnenpreis. Falsch deklarierter oder verunreinigter Bauschutt wird teurer eingestuft, im schlimmsten Fall verweigert die Anlage die Annahme. Eine grobe Vorab-Sortierung ist daher kein Detail, sondern Pflicht.

Sauberer Bauschutt (Beton, Ziegel, Steine)

Sortenreiner mineralischer Bauschutt ist die günstigste Fraktion: Beton, Ziegel, Mauerwerk, Naturstein, Mörtel- und Putzreste — frei von Holz, Metall, Folien, Gips und Dämmstoffen. Diese Fraktion geht in Brecheranlagen und wird zu Recycling-Schotter (RC-Material) verarbeitet, der im Tiefbau wiederverwendet wird. Richtwert in der Region Stuttgart: 60–120 €/Tonne, je nach Anlage und Stehzeit. Spannbreiten — keine garantierten Festpreise.

Mischbau (mit Holz, Metall, Folien)

Sobald sich Holzlatten, Tapeten, Folien, Kabelreste oder Verpackungen im Container befinden, gilt die Ladung als Baumischabfall. Die Entsorgung kostet typischerweise das Doppelte bis Dreifache des sauberen Bauschutts. Wir empfehlen: lieber zwei kleinere Container für getrennte Fraktionen als einen großen Mischcontainer. Spart bei mittleren Projekten oft mehrere hundert Euro.

Bodenaushub (Belastungsklassen Z0–Z2 / >Z2 nach LAGA M20)

Bodenaushub wird nach LAGA M20 in Belastungsklassen eingestuft: Z0 ist unbelasteter Boden (deponierbar oder direkt verwertbar), Z1.1 / Z1.2 leicht belastet, Z2 mäßig belastet (eingeschränkte Verwertung), >Z2 stark belastet (Sonderdeponie). Vor jedem größeren Aushub gehört eine analytische Voruntersuchung — Kosten je Probe typischerweise 80–250 €, das spart spätere Streitigkeiten mit der Annahmestelle.

Sondermüll: Asbest, KMF, PAK, Gipsabfälle

Sondermüll braucht eigene Verpackung, eigene Begleitscheine und zertifizierte Deponien:

  • Asbest (TRGS 519): Big-Bags oder PE-Gewebesäcke, staubdicht verschlossen, Anzeige bei der zuständigen Arbeitsschutzbehörde 7 Tage vor Beginn. Verwandtes Thema: Eternitplatten entsorgen in Stuttgart.
  • KMF / Mineralwolle (TRGS 521): luftdicht verpackt in PE-Säcken, eigene Annahme.
  • PAK / Teerpappe: gesondert in Big-Bags, oft als gefährlicher Abfall (AVV 17 03 03*).
  • Gipsabfälle: dürfen seit Jahren nicht mehr im normalen Bauschuttcontainer landen — Sulfat löst sich aus, beschädigt Recycling-Schotter. Eigene Annahme erforderlich.

Wertstoffe (Metalle, Kabel, Holz)

Was wir vor dem Containerstart aussortieren, bringt entweder einen Erlös (Schrott, Kupferkabel) oder reduziert die Tonnage. Altholz wird nach AltholzV in vier Klassen sortiert (A I bis A IV); A I–A III sind leicht zu verwerten, A IV ist gefährlicher Abfall. Mehr zu unserem ganzheitlichen Vorgehen auf der Pillar-Seite Entsorgung.

Was darf in den Bauschuttcontainer — und was nicht?

Die häufigste Frage vor der Bestellung — und die teuerste, wenn sie falsch beantwortet wird. Die Annahmestelle stuft die Ladung nach dem ein, was tatsächlich drin ist, nicht nach dem, was bestellt wurde.

Bauschutt-Container. Reiner mineralischer Bauschutt: Beton, Ziegel, Mörtel, Fliesen, unbehandelte Steine, Sand, Kies. Nicht hinein gehören Gips, Holz, Metall, Kunststoffe, Glas, Tapeten oder Bodenbeläge — sie zerstören die Verwertungsmöglichkeit des Bauschutts und machen aus der günstigsten Fraktion Baumischabfall.

Sperrmüll- und Restmüll-Container. Möbel, Bodenbeläge (außer Floor-Flex bei Asbestverdacht), Türen, Tapeten, Verpackungen, Polstermöbel. Sondermüll und Elektrogeräte gehören separat.

Holz-Container. Unbehandeltes Holz (Bretter, Latten, Massivholz) und behandeltes Holz (lackiert, lasiert, imprägniert) sind zwei Fraktionen: Behandeltes Holz der Altholzklasse A IV ist gefährlicher Abfall und braucht einen eigenen Container.

Asbest und KMF. Niemals in einen normalen Container. Asbest gehört in zugelassene Big-Bags — reißfest, klar beschriftet, staubdicht verschließbar —, alte Mineralwolle in zugelassene KMF-Säcke. Beides geht auf zugelassene Deponien; der Fachbetrieb bringt die Verpackung mit und übernimmt die Entsorgung mit Begleitschein.

Sondermüll aus dem Haushalt. Farben, Lacke, Batterien, Akkus, Leuchtstoffröhren, Elektroschrott, Putzmittel gehören zum Schadstoffmobil oder Wertstoffhof der AWS Stuttgart — bei Entrümpelungen wird das vorab aussortiert.

Sortenreine Trennung lohnt sich. Sauber sortierte Fraktionen kosten deutlich weniger als Mischabfall; bei größeren Projekten stehen deshalb mehrere kleinere Container parallel. Nachweise behalten: Wiegescheine, Begleit- und Übernahmescheine brauchen Sie für die Nachweispflichten des KrWG sowie für Versicherungs- und Förderabrechnungen.

Welche Container-Größen passen für welches Vorhaben?

Die richtige Container-Größe ist eine Mischung aus Volumen, Zufahrt und Stehzeit. Zu groß = Stellfläche-Problem und Leerflug-Aufpreis. Zu klein = teure Mehrfach-Wechsel. Faustregel:

  • 3 m³ — Renovierung Bad oder Küche, Kleinaufträge, Garagen-Entrümpelung
  • 5 m³ — EFH-Teilumbau, einzelne Räume entkernen
  • 7–10 m³ — Hausabbruch klein, Doppelgaragen, größere Kellerentrümpelung
  • 12–20 m³ — Mehrfamilienhaus, mittlerer Rückbau, kompletter Dachabriss
  • 30–40 m³ — Großprojekte, Industrie- und Gewerberückbau, Hallensanierung

Eckdaten Bauschutt-Container Stuttgart

Container 3 m³
ca. 180–280 € (Bauschutt sauber)
Container 7 m³
ca. 280–450 € (Mischbau)
Container 12 m³
ca. 450–700 € (sortenrein)
Stellgenehmigung Stuttgart
ca. 30–80 €/Woche bei öffentlicher Fläche
Asbest-Sondermüll
Big-Bag + 250–400 €/t Deponie
Stehzeit Standard
5–7 Tage inkl. (länger gegen Aufpreis)

Alle Werte sind regionale Erfahrungs-Spannbreiten ohne Anspruch auf Tagesaktualität — wir kalkulieren projektspezifisch nach Begehung.

Pauschalpreis oder Tonnagepreis — was ist günstiger?

Im Stuttgarter Markt gibt es zwei Abrechnungsmodelle, die je nach Material unterschiedlich gut passen:

Pauschalpreis (All-in) — Container, Anfahrt, Stehzeit, Entsorgung in einem Festpreis. Praktisch bei Misch-Material, weil der Tonnagepreis nicht überraschen kann. Risiko für den Anbieter: Überfüllung wird einkalkuliert, Sie zahlen den Sicherheitsaufschlag mit.

Tonnagepreis — Container und Logistik separat, die Verwertung wird per gewogener Tonne abgerechnet. Lohnt sich bei homogenem Material (sortenreiner Beton, sortenreines Mauerwerk), weil die niedrigen Tonnagesätze voll durchschlagen. Risiko: Mischverunreinigung führt zu höherer Einstufung an der Waage.

Faustregel: Bei sortenreinem Material ist der Tonnagepreis fast immer günstiger. Bei Mischbau oder unklarer Zusammensetzung ist die Pauschale die kalkulationssicherere Variante.

Stuttgart-spezifisch: Wer den Container auf öffentlichem Grund (Straße, Gehweg, Parkstreifen) abstellt, braucht eine Sondernutzungsgenehmigung der Stadt Stuttgart nach StVO § 29 — Antrag mind. 7–10 Werktage vor Aufstellung. Auf Privatgrund (Einfahrt, Hofgelände) entfällt die Genehmigung. Wir kümmern uns um die Antragstellung, wenn das gewünscht ist. Mehr zur Gesamtkalkulation eines Rückbauprojekts in unserem Ratgeber Hausabbruch Stuttgart Kosten und Abrisskosten Haus Stuttgart.

Wo wird der Bauschutt in der Region Stuttgart konkret entsorgt?

Die Region Stuttgart hat ein dichtes Netz an Verwertungsanlagen und Sondermüll-Deponien. Wir wählen je Fraktion die geeignete Annahme:

  • Brecheranlagen für sauberen Bauschutt — verschiedene private Recyclingbetriebe in Kornwestheim, Ludwigsburg, Esslingen und im Stuttgarter Umland produzieren aus mineralischem Bauschutt RC-Schotter für den Tiefbau
  • Sondermüll-Deponien für Asbest — z. B. die Deponie Burghof bei Schwäbisch Hall (eine der zentralen Annahmestellen für asbesthaltige Abfälle in Baden-Württemberg) sowie weitere DK-Deponien im Land
  • Wertstoffhöfe der Stadt Stuttgart (AWS) — für Klein-Mengen aus dem Privathaushalt, mit Mengenbegrenzungen pro Anlieferung
  • AVL Ludwigsburg / AWS Stuttgart — kommunale Akteure für Restabfälle, Sperrmüll und kommunale Sondermüllsammlung
  • Altholz-Annahmen — eigene Anlagen für die Klassen A I bis A IV
  • Schrottplätze — für sortenreines Eisen, Edelstahl, Kupfer und Aluminium

Welche Anlage konkret angefahren wird, hängt von Fraktion, Tagesannahme-Bedingungen und Tagespreisen ab — das organisieren wir projektspezifisch und liefern den Verwertungsnachweis schriftlich.

GewAbfV: Was die sortenreine Trennung verlangt

Die Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV) ist die zentrale Pflicht für jeden gewerblichen Bauherren — und greift auch dann, wenn ein Privatbauherr ein Gewerbeunternehmen mit dem Rückbau beauftragt. Seit der Novelle 2017 gilt:

Pflicht zur Trennung in mindestens 5 Fraktionen:

  1. Glas
  2. Kunststoffe
  3. Metalle
  4. Holz
  5. Mineralische Abfälle (Bauschutt)

Hinzu kommen je nach Projekt: Gipsabfälle (eigene Fraktion), Dämmmaterial, Bitumengemische, gefährliche Abfälle. Wer auf der Baustelle nicht trennen kann (z. B. bei beengten Innenstadtlagen), muss eine Vorbehandlungsanlage beauftragen, die nachträglich sortiert — das ist deutlich teurer als Vor-Ort-Trennung.

Bußgelder bei Verstoß: In Baden-Württemberg drohen bei vorsätzlicher Vermischung Bußgelder bis in den fünfstelligen Bereich pro Vorfall. Praktisch: Wir machen die Trennung im Container vor Ort oder organisieren die Nachsortierung und liefern den Sortiernachweis mit.

Welche Dokumentation erhalten Sie?

Eine ordnungsgemäße Bauschuttentsorgung ist erst dann abgeschlossen, wenn die Papiere vorliegen. Sie erhalten von uns standardmäßig:

  • Wiegescheine der Annahmestelle pro Container (Tonnage, Fraktion, Datum)
  • Begleitscheine bei gefährlichen Abfällen (Asbest, PAK, KMF) nach Nachweisverordnung (NachwV) — elektronisch über das eANV-Verfahren
  • Verwertungsnachweise der Anlagen (Recycling-Quote, Einsatz als RC-Material)
  • Foto-Dokumentation der Container vor Abtransport
  • Sammelnachweis für die Bauakte oder Versicherung

Für gewerbliche Bauherren beweissicher, für Privatbauherren bei Verkauf des Grundstücks oder Streit mit der Versicherung Gold wert.

Häufige Fragen zur Bauschuttentsorgung in Stuttgart

Welcher Container ist für Bauschutt der richtige?

Für reinen mineralischen Bauschutt — Beton, Ziegel, Fliesen, Mörtel — ein Bauschutt-Container; bei Badsanierung oder Kleinaufträgen reichen 3 m³, für Hausabbruch oder Dachabriss sind 7 bis 20 m³ üblich, Großprojekte laufen über Mulden bis 40 m³. Sobald Holz, Folien, Gips oder Dämmstoffe dazukommen, braucht es einen zweiten Container oder die teurere Einstufung als Baumischabfall.

Was darf nicht in den Bauschuttcontainer?

Kein Holz, keine Folien, keine Tapeten, keine Dämmstoffe, kein Gips, keine Asbestmaterialien, keine Sperrmüll-Reste, keine Lebensmittel. Sobald solche Bestandteile drin sind, wird die Ladung als Mischabfall eingestuft und doppelt bis dreifach so teuer. Asbest und alte Mineralwolle gehören ausschließlich in zugelassene Big-Bags beziehungsweise KMF-Säcke.

Wie viel kostet ein Bauschuttcontainer in Stuttgart?

Das hängt von Größe, Fraktion und Stehzeit ab. Richtwert: 3 m³ sauberer Bauschutt ca. 180–280 €, 7 m³ Mischbau ca. 280–450 €, 12 m³ sortenrein ca. 450–700 €. Sondermüll deutlich teurer. Verbindlich erst nach Begehung.

Brauche ich eine Genehmigung für den Container vor dem Haus?

Auf öffentlichem Grund (Straße, Gehweg) ja — Sondernutzungsgenehmigung der Stadt Stuttgart nach StVO § 29, Antrag mindestens 7–10 Werktage vorher. Auf Privatgrund (Einfahrt) nein. Wir übernehmen den Antrag auf Wunsch.

Wer haftet, wenn der Container falsch befüllt wird?

Der Bauherr beziehungsweise Auftraggeber haftet gegenüber der Annahmestelle. Wir beraten vor Aufstellung, kennzeichnen den Container und übernehmen bei Bedarf die Trennarbeit vor Ort.

Wie schnell kann KACE Concepts einen Container in Stuttgart liefern?

In der Region Stuttgart und Ludwigsburg in der Regel binnen 2–3 Werktagen. Bei Sondermüll mit gesetzlicher Vorlaufzeit (z. B. Asbest 7 Tage Anzeige) entsprechend länger.

Fazit und nächster Schritt

Bauschuttentsorgung in Stuttgart ist eine Mischung aus Logistik, Recht und Materialkenntnis — und genau dafür sind wir der richtige Ansprechpartner. Wir übernehmen die Container-Logistik, organisieren die sortenreine Trennung nach GewAbfV und liefern alle Wiegescheine und Begleitscheine projektsauber zurück. Bei Sondermüll wie Asbest und KMF arbeiten wir streng nach TRGS 519 und TRGS 521.

Wenn Sie konkret planen: vereinbaren Sie eine kostenfreie Erstberatung über unsere Pillar-Seite Entsorgung oder nehmen Sie direkt über das Kontaktformular Verbindung auf. Eine erste telefonische Einschätzung kostet nichts — und vermeidet teure Fehlentscheidungen bei Container-Größe und Fraktion.

Brauchen Sie konkrete Hilfe für Ihr Projekt?

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