Das Wichtigste vor einer Asbestsanierung in Stuttgart: Asbest ist nur per Materialprobe sicher zu erkennen, Eigenleistung ist gefährlich, die Sanierung wird mindestens 7 Tage vorher bei der zuständigen Arbeitsschutzbehörde angezeigt, im Innenraum gilt die Schwarz-Weiß-Trennung, und genutzte Räume werden danach freigemessen.
Optisch ist Asbest nicht sicher zu erkennen. Eternit-Wellplatten, Floor-Flex-Beläge oder Vinyl-Asbest-Platten sehen heute oft so aus wie ihre asbestfreien Nachfolger. Sicherheit gibt nur eine Materialprobe durch ein akkreditiertes Sachverständigenbüro. Wir vermitteln den Kontakt und integrieren die Voruntersuchung auf Wunsch in unser Festpreis-Angebot.
Eigeninitiative ist gefährlich — und in der Praxis selten erlaubt.In Privathaushalten gibt es eng begrenzte Ausnahmen, in denen Hauseigentümer kleine Mengen fest gebundener Asbestmaterialien selbst entfernen dürfen. Wir raten dringend davon ab. Schon ein einziger Bohrloch-Versuch kann Asbestfasern in der gesamten Wohnung verteilen und über Jahrzehnte wirken. Sanierung gehört in die Hände eines TRGS-519-zertifizierten Fachbetriebs.
Asbestsanierung ist anzeigepflichtig. Vor jeder Sanierung wird die ASI-Tätigkeit bei der zuständigen Arbeitsschutzbehörde angezeigt. Die Vorlauffrist beträgt mindestens 7 Tage. Diese Frist muss in den Bauzeitenplan eingerechnet werden — wer hier abkürzt, riskiert Bußgelder, Baustopp und Strafanzeige.
Schwarz-Weiß-Trennung ist Pflicht im Innenraum. Bei Innensanierungen wird der kontaminierte Bereich (Schwarz) durch eine Personenschleuse vom unkontaminierten Teil (Weiß) getrennt, im Inneren wird ein Unterdruck gehalten. Die ausziehende Luft läuft durch HEPA-Filter. Diese Technik ist aufwendig, aber notwendig — wir lassen Maßstäbe nicht fallen, weil ein Auftraggeber auf Tempo drängt.
Nach der Sanierung kommt die Freimessung. Wenn ein sanierter Bereich wieder genutzt wird (typisch bei Innensanierungen), sollte ein akkreditiertes Sachverständigenbüro die Faserkonzentration in der Raumluft messen und die Wiederfreigabe schriftlich erklären. Bei reinen Dach- oder Außensanierungen ist die Freimessung üblicherweise nicht erforderlich.