Referenz · TRGS 521 · 2026
KMF-Deckendämmung in einem Klinikgebäude entfernt — im laufenden Betrieb
Fachlich geprüft von Ensar Asci, Geschäftsführer Operativ — Sach- und Fachkunde TRGS 519 / 521 / 524Stand:
Auf einen Blick
2026 hat KACE Concepts in einem Klinikgebäude in Baden-Württemberg über 200 m² KMF-Deckendämmung aus den Fluren und Gängen eines Behandlungstrakts entfernt. Gearbeitet wurde fünf Wochen lang tagsüber bei laufendem Klinikbetrieb — in fünf Abschnitten, hinter staubdichter Folienabschottung mit Unterdruckhaltung. Jeder Abschnitt wurde fein-, nass- und schlussgereinigt; abgeschlossen wurde mit Sichtkontrollen, Freimessungen und vollständiger Dokumentation an den Betreiber.

Projektdaten
- Objekt
- Klinikgebäude in Baden-Württemberg, Flure und Gänge eines Behandlungstrakts
- Jahr
- 2026
- Anlass
- Erneuerung der Decke
- Umfang
- über 200 m² Deckenfläche, in 5 Abschnitten
- Dauer
- 5 Wochen
- Arbeitszeit
- tagsüber, im laufenden Klinikbetrieb, unter Einhaltung der Ruhezeiten des Hauses
- Wegeführung
- Personal und Patienten über andere Flure
- Regelwerk
- TRGS 521 (alte Mineralwolle)
- Schutzmaßnahmen
- staubdichte Folienabschottung
- Unterdruckhaltung mit Filtergerät
- 1-Kammer-Personenschleuse
- Materialschleuse
- Sauger der Staubklasse H
- Restfaserbindung
- Schutzausrüstung
- Halbmasken mit P3-Filter, Einweg-Schutzanzüge
- Reinigung
- Feinreinigung, Nassreinigung und Schlussreinigung in jedem Abschnitt
- Entsorgung
- Verpackung in Big Bags, direkte Entsorgung, Entsorgungsnachweise
- Abschluss
- Sichtkontrollen, Freimessungen durch ein externes Labor, vollständige Dokumentation an den Betreiber
Was war die Ausgangslage im Klinikgebäude?
In den Fluren und Gängen eines Behandlungstrakts sollte die Decke erneuert werden. Darüber lag alte Mineralwolle-Dämmung — zu entfernen waren über 200 m² Deckenfläche. Künstliche Mineralfasern (KMF) älterer Bauart setzen bei Arbeiten lungengängige Fasern frei; der Rückbau fällt deshalb unter die TRGS 521.
Randbedingung: Der Klinikbetrieb lief weiter
Der Trakt blieb während der gesamten fünf Wochen in Betrieb, gearbeitet wurde tagsüber. Flure sind in einer Klinik Verkehrswege für Personal, Patienten und Betten — sie lassen sich nicht einfach für Wochen sperren.
Deshalb waren die Arbeiten in fünf Abschnitte geteilt: Immer nur ein Teilstück wurde abgeschottet, saniert, gereinigt, kontrolliert und wieder freigegeben, bevor der nächste Abschnitt folgte. Personal und Patienten wurden währenddessen über andere Flure geführt.
Zeitpunkte und Eingriffe an der Decke wurden mit der Haustechnik abgestimmt, die Ruhezeiten des Hauses eingehalten.
Wie lief die KMF-Sanierung im laufenden Klinikbetrieb ab?
Jeder Abschnitt wurde mit Folie staubdicht abgeschottet und per Filtergerät im Unterdruck gehalten, damit keine Fasern in die angrenzenden Bereiche gelangen. Der Zugang lief über eine 1-Kammer-Personenschleuse, das verpackte Material über eine Materialschleuse.
Die Dämmung wurde von Hand ausgebaut und direkt an der Entnahmestelle mit einem Sauger der Staubklasse H abgesaugt; verbliebene Fasern wurden gebunden. Die Mitarbeiter trugen Einweg-Schutzanzüge und Halbmasken mit P3-Filter.
Das Material wurde in Big Bags verpackt und direkt entsorgt; die Entsorgungsnachweise gehören zur Projektakte.
Nach dem Ausbau folgten in jedem Abschnitt Feinreinigung, Nassreinigung und Schlussreinigung — erst danach kamen Sichtkontrolle und Freimessung.
Was war das Ergebnis nach fünf Wochen?
Nach fünf Wochen waren über 200 m² KMF-Deckendämmung im Klinikgebäude entfernt. Jeder Abschnitt wurde nach der Schlussreinigung per Sichtkontrolle geprüft und freigemessen, bevor die Abschottung fiel. Die Freimessungen hat ein externes Labor durchgeführt. Der Betreiber hat die vollständige Dokumentation erhalten.
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Häufige Fragen zu diesem Projekt
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